Kenia
Kenia ist das Ziel derer, die Naturschönheiten suchen. Prägend ist die Savanne. Doch das Land, fast doppelt so groß wie Deutschland, bietet viel mehr: Palmenbestandene Traumstrände am Indischen Ozean mit einer einzigartigen Unterwasserwelt in den Korallenriffs südlich von Mombasa, Bergwälder und Kraterseen, alpines Hochgebirge am Mount Kenya, Wüstengebiete und das Rift Valley, der Ostafrikanische Graben. Darin reiht sich See an See, die Heimat unzähliger Vögel.
Berühmt ist der Nakuru-See, ein Paradies der Flamingos. Legendär sind die Nationalparks und Wildreservate Amboseli, Masai Mara - das im Süden an die berühmte Serengeti in Tansania grenzt - und Tsavo. Großwildjäger trifft man hier nicht mehr; die Jagd ist in Kenia verboten und auf Wilderer warten drakonische Strafen. Heute geht es im Geländewagen auf Fotopirsch: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard sind die beliebtesten Ziele. Dazu die Atmosphäre des freien, wilden Lebens - nicht nur, wenn eine Büffelherde durchbricht, sondern auch, wenn die fremdartigen Geräusche die Nacht in einer komfortablen Safari-Lodge oder einem einfachen Zeltlager begleiten.
Klima: Kenia kann in zwei Klimazonen unterteilt werden: Im Hochland, das höher als 1800 m liegt, kommt es von April bis Juni und von Oktober bis November zu Regenperioden. Der Niederschlag fällt meist nachmittags, abends und nachts. Die Nächte sind relativ kühl. Die kälteste Zeit in dieser Region liegt im Juli und August mit etwa 10 °C täglichem Minimum. Die warme Periode liegt im Januar und Februar mit etwa 25 bis 26 °C täglichem Maximum. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 65 Prozent. In Nairobi liegen die Temperaturen im Juli bei 11 bis 21 °C und im Februar bei 13 bis 26 °C.
Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in Nairobi bei 958 mm. Am Victoriasee sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es zum Teil starke Regenfälle.
An der Küste liegen die Temperaturen zwischen 22 und 32 °C, und die mittlere Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 75 Prozent. Der meiste Niederschlag fällt von April bis Juni. Die trockensten Monate sind Januar und Februar. Die wärmsten Monate sind Januar bis Mai und Oktober bis Dezember.
Verkehr: Es sind insgesamt 3.000 km Eisenbahnstrecken und fast 65.000 km Straßen im Verkehrsnetz in Kenia verbaut. So wird ermöglicht, dass Touristen problemlos zu ihren Ferienorten und ins Landesinnere reisen können. Die kenianische Fluggesellschaft Kenya Airways beschäftigt fast 3.000 Arbeitnehmer und unterhält ein internationales Liniennetz. In Kenia gibt es zwei große internationale Flughäfen Nairobi und Mombasa, neben vielen kleinen Flugplätzen. Allein über 30 Fluglinien fliegen Nairobi an, da von dort viele Safaris starten.
Tourismus: In Kenia findet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Landschaften, die alle charakteristisch für den afrikanischen Kontinent sind. Schöne Küstengebiete und ein langes Korallenriff, weite Savannen mit Großwildtieren, schneebedeckte Gipfel, Wüste und ein kleiner Dschungel (Regenwald). Dies alles ist im Wesentlichen für den Tourismus erschlossen, sowohl was den Massentourismus – meist an der Küste – aber auch den Individualtourismus – eher im Landesinneren, z. B. bei der Besteigung des Mount Kenya – angeht. Tragendes Element des Tourismus sind neben den weißen Stränden an der Küste die großen Nationalparks.
Safaris: Kenias berühmteste und weltweit bekannte Attraktionen sind die vielen Tierparks mit ihrem Reichtum an Wildtieren. Von der Küste sind nächsten und am meisten besuchtesten Parks der Tsavo und der Amboseli Nationalpark. Das Symbol des Tsavo Parks sind seine roten Elefanten, die ihre rote Farbe von der roten Erde der Taita Hills und Umgebung haben, mit der sie sich einstauben. Tsavo ist der grösste der Nationalparks in Kenia und bietet eine Vielzahl an verschiedenen Spezies. Empfehlenswert im Tsavo sind besonders die kleineren Lodges wie das Red Elephant- und das Westermann's Camp, diese sind nicht so überlaufen und hektisch kommerzorientiert wie die grossen Lodges. Unvergesslich sind die Sonnenauf- und -untergänge in Afrika und keine Kamera kann diesen magischen Augenblick einfangen. Die einzige Möglichkeit ist diesen Augenblick selbst zu erleben.
Der Amboseli National Park hat eine außergewöhnliche dichte Tiervielfalt. Wenn der Himmel klar ist kann man vom Amboseli aus sogar den Kilimandscharo in Tansania sehen.

